Forstwirtschaft

Das Waldgebiet der Gemeinde Lavant erstreckt sich vom Talboden am Fuße der Lienzer Dolomiten bis auf Höhenlagen der Lavanter Alm (ca. 650m ü. M. bis 2.100m ü. M.). 
Durchwegs ist die Ausrichtung der Waldgebiete Richtung Norden bzw. Osten. Das Grundgestein ist Kalk mit geringen Ausläufern von Urgestein im westlichen Teil des Gemeindegebietes (Außerberg).
Von der gesamten Gemeindefläche (2.254 ha) sind 49% oder 1.115 ha Wald.
Die Waldgesellschaften setzen sich überwiegend aus Fichten, Tannen, Buchwäldern mit Beimischung von Lärche und Kiefer zusammen. In den Tallagen bzw. entlang der Bachläufe findet man auch Ahorn, Linde, Ulm, Esche, Kirsche, Walnuss, Weiden und weitere verschiedenste Laubgehölze. Der artenreiche Bewuchs der Waldungen im Talboden ist von ehemaligen Schwemmgebieten der fünf durchfließenden Wildbäche - Haslerbach, Dorfbach, Pernitzen- oder Himbeerlahnerbach, Tiefenbach und Frauenbach - geprägt. 
Im "Forchawald" östlich vom Weiler Wacht gibt es ein Naturdenkmal auf Grund des Vorkommens von Baumwacholder, auch kommen in diesen Bereichen seltene Orchideen vor. 

Die 1.115 ha Gesamtwaldfläche teilen sich in folgende Waldkategorien:

   
Wirtschaftswald 270 ha 24%
Schutzwald im Ertrag 269 ha 24%
Ergibt eine Ertragsfläche von 539 ha 48%
Schutzwald außer Ertrag 575 ha 52%

 

Die Wälder sind in Besitz von 27 Privatwaldbesitzern (208 ha), einer Argrargemeinschaft mit 21 Mitgliedern (618 ha) und einem Gemeindevermögenswald (289 ha). Zur Bewirtschaftung dient ein ca. 40 km langes Forstwegenetz, von dem aus die Extremlagen mit Seilbahnen erreicht werden. 
Die teilweise guten Bonitäten und Überhang an Altholz (ca. 40%) ermöglichen einen jährlichen Einschlag von rund 4.000 - 5.000 Erntefestmeter (efm).

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