Neuigkeiten aus Lavant

Raus aus dem Dschungel

Eine Information der Energieagentur Tirol

 

Jetzt von bis zu 100 Prozent Förderung für Ihr Energieprojekt profitieren
Die seit 1.1.2024 gültige Umsatzsteuerbefreiung auf Photovoltaik-Module und vor allem die fast 100 Prozent Förderung für den Heizungstausch für Privatpersonen sind in aller Munde. Die Fördersituation, um von fossile auf nachhaltige Energieträger umzusteigen, ist aktuell so gut wie nie. Wer jetzt handelt, kann nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern vor allem auch viel Geld sparen. Damit das gelingt und nicht zu einer Situation à la „Ich bin im Förderdschungel – holt mich hier raus!“ wird, gilt es einiges zu beachten. Die Energieagentur Tirol bringt Licht ins Dunkel und zeigt auf, wo es sich heuer besonders lohnt.


Heizungstausch und thermische Sanierung lohnen sich heuer besonders
Mit TIROL 2050 energieautonom hat Tirol eine ganz deutliche Vision. Nur so viel Energie verbrauchen, wie wir im eigenen Land auch erzeugen können, und das ausschließlich mit Erneuerbaren. Die aktuelle Förderlage trägt nicht nur dazu bei, dieses Ziel zu erreichen, sondern ermöglicht es auch kommenden Generationen fossilfrei zu leben. So sind die Landesförderungen beim Heizungstausch auf gewohnt hohem Niveau, die Förderungen des Bundes wurden stark erhöht. Bei der thermischen Sanierung werden ab 50 Prozent, beim Tausch von Heizsystemen sogar ab 75 Prozent gefördert. Durch die Kombination der Förderungen von Land und Bund können sich so Fördersummen von bis zu 100 Prozent ergeben. Um diese zu bekommen, wird ein gültiger Energieausweis benötigt, der nicht älter als zehn Jahre sein darf oder eine Beratung mit Nachweis der Energieagentur Tirol. Vor dem Heizungstausch sollte zusätzlich überprüft werden, ob eine vorherige Sanierung des Gebäudes notwendig ist, da so eine Senkung des Gesamtenergiebedarfs um bis zu 75 Prozent möglich ist. Außerdem kann nach der Sanierung nicht nur eine kleinere Heizungsanalage ausreichen, sondern auch die Gesamteffizienz wird erhöht und die Heizkosten stark verringert. Auch der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der thermischen Sanierung kann sich lohnen. So wurden die Förderungen für deren Einsatz massiv ausgebaut. Das Land Tirol förderte die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen bereits in der Vergangenheit auf hohem Niveau, der Bund hat seine Fördersätze für 2024 deutlich erhöht. Durch die Kombination von Landes- und Bundesförderung sind auch hier Förderquoten von bis zu 100 Prozent möglich.


Kombination von Bundes- und Landesförderungen bringt satte Förderbeiträge
Bei der Kombination der Förderungen sollten die Voraussetzungen genau angeschaut werden, da Land und Bund teilweise unterschiedliche Förderbedingungen haben. So fördert der Bund beispielsweise nur Fernwärme, sobald ein Anschluss an das Fernwärmenetz möglich ist und die Fernwärme klimaschonend erzeugt wird. Auch bei der Vorlauftemperatur für Wärmepumpen gibt es Unterschiede zwischen Bund und Land und auch der Beantragungszeitpunkt unterscheidet sich. „Durch die Neuerungen sind Sanierungsvorhaben 2024 so attraktiv wie nie zuvor“, bestätigt Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energieagentur Tirol. Den besten und aktuellsten Überblick über die jeweiligen Fördermöglichkeiten bietet die Webseite der Energieagentur Tirol auf: www.energieagentur.tirol.


Vereinfachung durch Umsatzsteuerbefreiung
Durch die Umsatzsteuerbefreiung wurde die Photovoltaik- und Stromspeicher-Förderung stark vereinfacht. Während die Beantragung im vergangenen Jahr einem Nervenkrimi glich, fällt dieser Faktor durch die allgemeine Steuerbefreiung 2024 weg. So sind heuer Anlagen bis 35 Kilowatt-Peak (kWp) von der Umsatzsteuer befreit. Insgesamt bezahlt man also weniger als im vergangenen Jahr, denn die Förderquote fällt durch die Umsatzsteuerbefreiung deutlich höher als 2023 aus (Förderquoten 2023 ca. 10-12 Prozent). Außerdem fördert das Land Tirol mit der Wohnbauförderung, wie in der Vergangenheit jedes kWp mit max. 250 € bei Anlagen bis zu 20 kWp, somit können noch einmal bis zu 5.000 € bezogen werden. Für Anlagen über 35 kWp gibt es weiterhin die Fördermöglichkeiten des Bundes (Stichwort EAG-Zuschuss). Zusätzlich dazu gibt es seit Anfang des Jahres auch eine Förderung des Landes Tirol für Stromspeicheranlagen im Ausmaß von 150 € pro kWh Speicherkapazität. Das Maximum liegt bei 10 kWh Speicherkapazität und somit bei einer Fördersumme von 1.500 €.

 

Wie viel kann jetzt konkret eingespart werden?
Wie viel im Einzelfall gespart werden kann, zeigen einige konkrete Beispiele. Hierbei handelt es sich um fiktive Rechenbeispiele, die exakten Investitionskosten und Förderbeträge hängen von den individuellen Bege-benheiten ab. Bei einem Einfamilienhaus mit alter Öl- oder Gasheizung kann so bei einem Tausch:


Zu einer Erdwärmepumpe: Kosten 40.000 €
   > Basisförderung Bund: Maximalbetrag von 23.000 + 5.000 Bohrbonus = 28.000 €
   > Basisförderung Land Tirol: 25 Prozent = 10.000 + 3.000 Einmalbonus = 13.000 €
   > Förderbetrag = 41.000 €*
      * Da die Gesamtförderung 100 Prozent übersteigt reduziert sich die Basisförderung des Landes Tirol in diesem Beispiel um 1.000 €
   > Damit wird eine Förderquote von 100 Prozent erreicht.

 

Zu einer Luftwärmepumpe: Kosten 25.000 €
   > Basisförderung Bund: Maximalbetrag von 16.000 €
   > Basisförderung Land Tirol: 25 Prozent = 6.250 + 3.000 Einmalbonus = 9.250 €
   > Förderbetrag = 25.250 €*
      * Da die Gesamtförderung 100 Prozent übersteigt reduziert sich die Basisförderung des Landes Tirol in diesem Beispiel um 250 €
   > Damit wird eine Förderquote von 100 Prozent erreicht.

 


Zu einer Pelletsheizung: Kosten 36.000 €
> Basisförderung Land Tirol: 25 Prozent = 9.000 + 3.000 Einmalbonus = 12.000 €
> Basisförderung Bund: Maximalbetrag von 18.000 €
> Restinvestition: 6.000 €
> Damit wird eine Förderquote von 83 Prozent, umgerechnet 30.000 € erreicht.

 

Die richtige Beratung
Im Rahmen der Energieberatung unterstützt die Energieagentur Tirol dabei, die passende Förderung zu finden. Einen Überblick über das Beratungsangebot der Energieagentur sowie die Anmeldung zur Beratung erfolgt einfach und schnell über die Webseite: private.energieagentur.tirol.

 

 Heizungsanlage c Energieagentur TirolPhotovoltaik c Energieagentur TirolWärmepumpe c Energieagentur Tirol

Fotorechte:
Wärmepumpen © Energieagentur Tirol
Photovoltaik © Energieagentur Tirol / Blitzkneisser
Heizungsanlage © Energieagentur Tirol / Dallago

Psychosozialer Krisendienst Tirol

0800 400 120


Der Psychosoziale Krisendienst Tirol (PKT) ist eine vom Land Tirol und den Sozialversicherungsträgern geförderte telefonische Anlaufstelle, die täglich von 08:00 – 20:00 Uhr besetzt ist. Wir beraten Menschen, die sich akut in einer Krise oder psychischen Ausnahmesituation befinden, sowie Angehörige, Bekannte oder professionelle Helfer*innen, die in ihrem Umfeld mit Krisen zu tun haben.


Unser Angebot


Telefon:
Das telefonische Angebot bietet sofortige, vertrauliche und professionelle Unterstützung für Menschen in akuten Krisen und in psychischen Belastungssituationen. Ihnen stehen Psychotherapeut*innen zur  Verfügung, die versuchen, Ihr Anliegen zu verstehen, emotionale Unterstützung zu bieten und im gemeinsamen Gespräch Möglichkeiten zu entwickeln, damit sie mit dem krisenhaften Geschehen angemessen umgehen können. Ziel ist es, Ihnen Stabilität zu vermitteln und zur Deeskalation beizutragen. Zugleich dient das Gespräch einer Erstabklärung, Gefährdungseinschätzung sowie der Koordination der von ihnen gewünschten oder benötigten weiteren Begleitung.


Mobil:
Wenn sich bei der telefonischen Beratung herausstellt, dass ein persönlicher Kontakt notwendig und sinnvoll ist, kann der mobile Krisendienst zum Einsatz kommen und Sie vor Ort unterstützen.
Durch den persönlichen Besuch in Ihrer gewohnten Umgebung gibt es einen sicheren Rahmen in dem eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen werden kann, um eine effektive Krisenintervention zu ermöglichen. Der mobile Krisendienst hat zum Ziel, Ihnen zu helfen die erschütterte Sicherheit und Stabilität wiederzuerlangen.


Ambulant:
Die ambulante psychotherapeutische Krisenintervention findet in den Räumlichkeiten des PKT statt, ist zeitlich begrenzt und zielt darauf ab, die akute Belastung in einem persönlichen Gespräch zu lindern. Mit den Therapeut*innen werden Bewältigungsstrategien entwickelt – um kurzfristig zu entlasten und weiteren Unterstützungsbedarf abzuklären. Wenn Sie Kontakt aufnehmen und die telefonische Krisenintervention nicht ausreichend erscheint, soll die unmittelbare, zeitnahe Bearbeitung der Krise durch das ambulante Angebot ermöglicht werden, um eine Chronifizierung zu verhindern und die aktive Handlungsfähigkeit sowie Selbstermächtigung wieder zu erlangen.

Errichtung PV-Anlagen

Information über die Fertigstellungsmeldung gem. § 44 Abs. 8 TBO 2022

 

Geschätzte Gemeindebürger:innen!

Durch die mit 01.09.2023 in Kraft getretene Novelle LGBl. Nr. 64/2023 wurden die Bestimmungen über die Bauvollendung in § 44 Tiroler Bauordnung 2022 (TBO 2022) um einen Absatz 8 ergänzt, welcher wie folgt lautet:
„Die Fertigstellung von Photovoltaikanlagen nach § 28 Abs. 3 lit. f, g und h ist der Behörde unver¬züglich anzuzeigen. Die Anzeige hat den betreffenden Bauplatz zu bezeichnen sowie Angaben zur Lage und Engpassleistung der Anlage in kW zu enthalten.“

 

Auszug Tiroler Bauordnung:

§ 28) Bewilligungspflichtige und anzeigepflichtige Bauvorhaben, Ausnahmen

Abs. 3) Weder einer Baubewilligung noch einer Bauanzeige bedürfen:

lit. f) die Anbringung oder Änderung von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen bis zu einer Fläche von 100 m² an baulichen Anlagen, sofern sie in die Wandfläche integriert sind oder der Abstand des Sonnenkollektors bzw. der Photovoltaikanlage zur Wandhaut, im rechten Winkel von dieser aus gemessen, an keinem Punkt 30 cm übersteigt;

lit. g) die Anbringung oder Änderung von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen bis zu einer Fläche von 100 m², sofern sie in die Dachfläche integriert sind oder der Abstand des Sonnenkollektors bzw. der Photovoltaikanlage zur Dachhaut, im rechten Winkel von dieser aus gemessen, an keinem Punkt 30 cm übersteigt. Im Fall der Anbringung auf Flachdächern darf davon abweichend die Neigung des Sonnenkollektors bzw. der Photovoltaikanlage höchstens 15° betragen; dabei hat bei Flachdächern ohne Attika der jeweilige Abstand zum Dachrand hin zumindest der Aufbauhöhe der Photovoltaikanlage zu entsprechen;

lit. h) die Anbringung oder Änderung von freistehenden Sonnenkollektoren und Photo-voltaikanlagen bis zu einer Fläche von 100 m², sofern der Abstand des Sonnenkollektors bzw. der Photovoltaikanlage zum darunterliegenden Gelände an keinem Punkt 30 cm übersteigt, wobei davon abweichend auf ebenem Gelände eine Neigung von höchstens 15° jedenfalls zulässig ist.

Dieser neuen Bestimmung nach müssen Photovoltaikanlagen, für die weder eine Bewilligungs- noch eine Anzeigepflicht besteht, nach der Fertigstellung der Baubehörde gemeldet werden.
Vom Gemeindeverband Bausachverständige wurde den Gemeinden ein entsprechendes Formular bereitgestellt, welches die erfor¬derlichen Meldekriterien beinhaltet, sowohl für Bürger, PV-Anlagen-Errichter, Baubehörde und Freiwillige Feuerwehr – siehe Anlage.

Besonders wichtig sind die Daten der PV-Anlagen auch für die Freiwillige Feuerwehr, um im Einsatzfall richtig reagieren zu können.

Für die Einbringung der Fertigstellungsmeldung fallen keine Kosten an.

 

Formular Fertigstellungsmeldung PV-Anlage:

docxPV-Anlage_Bauvollendung

 

Jahreskalender 2024

Gerne stellen wir hier den Jahreskalender für das Jahr 2024 zum Download zur Verfügung.

pdfJahreskalender2024

Befragung "Lebensqualität in Österreich"

L&R Sozialforschung untersucht gerade unterschiedliche Aspekte rund um die Themen „Leben, Familie und Partnerschaft in Österreich". Es ist uns ganz wichtig, dass hier die Lebensrealitäten aller in Österreich lebender Personen einbezogen werden. Deshalb wäre Ihre Teilnahme an unserer Studie sehr wertvoll!

Bitte nehmen Sie sich ca. 20 Minuten Zeit und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen zu diesen Themen mit!

Sie können auch mit folgendem Link https://lrsocialresearch.limequery.com/986281?lang=de an unserer Studie - selbstverständlich anonym - online teilnehmen.
Die Befragung richtet sich an alle in Österreich lebenden Personen im Alter zwischen 18 bis 80 Jahre. Ein Rückschluss auf die teilnehmende Person ist nicht möglich.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Bischofskirche 2023

Ausgrabungen auf dem Lavanter Kirchbichl (Text: Julia Rabitsch)

Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten und der diese begleitenden archäologischen Ausgrabungen in der sog. Bischofskirche konzentrierten sich die Arbeiten dieses Jahr auf den unmittelbar südlich der Kirche befindlichen Gebäudekomplex (Komplex I, Abb. 01). Wie die Arbeiten an und in der Kirche wird auch das Folgeprojekt vom Land Tirol finanziert und in Kooperation mit der Universität Innsbruck durchgeführt. Ziel ist die Instandsetzung der obertägig sichtbaren Mauern der Gebäude im Umkreis der frühchristlichen Kirche sowie die Klärung noch offener wissenschaftlicher Fragen.
In der Zeit von 10. Juli bis 04. August fanden deswegen archäologische Ausgrabungen im Komplex I statt. Die Erforschung dieser Gebäude begann in den Jahren 1952 und 1953 mit ersten Sondagen durch Franz Miltner. Weiterführende Grabungen sowie eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Befunde blieben jedoch bis heute aus. Die wenigen Dokumente, die sich von der originalen Grabungsdokumentation erhalten haben werfen zudem Fragen zu Binnengliederung des Baus sowie zu dessen Funktion auf. Letzteres beschäftigt die archäologische Forschung vor allem ob der Lage im Nahbereich der Kirche bereits seit Jahrzehnten. So sprach sich z. B. Stefan Karwiese für Wohnunterkünfte der Diakone aus, ohne dies begründen zu können. Mit den aktuellen archäologischen Untersuchungen wird versucht diesen offenen Fragen auf den Grund zu gehen.

Die Arbeiten beschränkten sich heuer auf den westlichen Raum (I-2) des Gebäudekomplexes, in dem von Miltner eine stufenförmige Binnengliederung verzeichnet wurde. Nach Entfernen des Humus und Ausnehmen der Altschnitte aus den 1950er Jahren konnte neues Licht auf die Mauerzüge geworfen werden (Abb. 02): Eine Nord-Süd-orientierte Binnenmauer teilt das Gebäude in einen schmalen Eingangsbereich im Osten und einen großen Raum im Westen. Der große Marmorblock am südlichen Ende dieser Mauer dürfte als Türschwelle zwischen den beiden Räumen gedient haben. Dies zeichnet sich unter anderem in einer runden Vertiefung an der Oberseite des Blocks ab, die Nutzungsspuren einer kreisenden mechanischen Bewegung aufweist und somit als Türpfanne interpretiert werden kann. Die weiteren Einlassungen an der Oberseite des Marmors deuten darauf hin, dass dieser – ebenso wie weitere Marmorblöcke in der Kirche – ursprünglich in einem anderen, bis dato unbekanntem, Verbund stand.
Neben diesem in seiner Zweitverwendung an Originalposition gefundenen Stein konnten noch drei weitere Steinblöcke im Eingangsbereich sowie ein großer Block unmittelbar vor dem Gebäude dokumentiert werden (Abb. 03). Diese befanden sich jedoch nicht mehr in ihrer originalen Position und wurden somit vorerst entfernt. Einer der Steinblöcke, der schräg im Raum lag konnte als Schwellstein identifiziert werden, der ehemals im Eingang des Gebäudes lag (Abb. 04). Wann und warum es zur Verlagerung des Steines kam, bleibt ungeklärt.
Im gesamten Eingangsraum hat sich, wenngleich in mäßigem Zustand, der originale Estrichfußboden samt zugehöriger Steinrollierung erhalten. An der Innenseite der Ostmauer konnte zudem ein marginaler Rest eines jüngeren Fußbodens festgestellt werden, weswegen von einer Umbauphase des Gebäudes ausgegangen werden kann.
Im angrenzenden großen Raum war der originale Estrichfußboden inklusive Rollierung nur noch in der westlichen Hälfte erhalten. Der östliche Teil des Raumes ist von den Altschnitten Miltners geprägt. Bei deren erneutem Ausnehmen kamen zwei weiter Mauerzüge zu Tage. Diese bilden eine Ecke und dürften sich sowohl südlich außerhalb der Kirche als auch östlich unterhalb des Bodens im Eingangsraum fortsetzen. Bei diesem Mauereck handelt es sich um die Reste eines älteren, gleich orientierten Gebäudes, über dem der spätere Komplex I errichtet wurde. Da in diesem Bereich jedoch keine originalen Schichtzusammenhänge mehr vorhanden waren muss eine Datierung des Vorgängerbaus vorerst offen bleiben.
Unterhalb der Mauern und der Fußböden konnte eine massive Aufschüttung aus dunklem, stark fundführenden Lehm festgestellt werden, der direkt auf dem geologischen Untergrund auflag. Bei diesem dürfte es sich, analog zu Befunden in der Kirche, um umgelagertes Material handeln, das zur Anlage der Terrasse einplaniert wurde. Das Fundmaterial deutet auf eisenzeitliche Schichten hin, die in (spät-)römischer Zeit verlagert wurden.
Zudem konnte der Erhaltungszustand der freiliegenden Außenmauern des Gebäudes überprüft und dokumentiert werden. Insbesondere die Südmauer weist in den untersten Lagen starke Beschädigungen auf, die den Handlungsbedarf im Bereich dieser Gebäude verdeutlichen (Abb. 05).

Die Untersuchungen und Instandhaltungsarbeiten sollen in den Folgejahren fortgesetzt werden. Im kommenden Jahr werden sich die Arbeiten auf das östliche Gebäude des Komplexes (RI-1), den Bereich zwischen den beiden Gebäuden sowie den Vorgängerbau konzentrieren.

 

Nachbarschaftshilfe "VON MIR ZU DIR"

Blumen gießen, die Katze füttern, der nächste Lebensmitteleinkauf – ein kleiner Handgriff ist für einen anderen oftmals eine große Unterstützung. Dafür können Nachbarn auch da sein. Viele Menschen wissen nicht, dass die ältere Dame zwei Straßen weiter sich mit der Gießkanne schwertut. Und umgekehrt: Von der Wohnung bis zur nächsten Apotheke ist’s eine halbe Weltreise – wenn man nur wen fragen könnte … Dafür gibt’s unsere Nachbarschaftshilfe „VON MIR ZU DIR“ im Sozialsprengel Nußdorf-Debant mit den angeschlossenen Gemeinden Dölsach, Iselsberg-Stronach, Lavant und Nikolsdorf. Helfende und Hilfesuchende finden hier gemeindeübergreifend zueinander. Meistens rasch. und unkompliziert.

Unsere NBH- VON DIR ZU MIR, bietet folgende HILFELEISTUNGEN :
• Einkaufen/Botengänge/ Besorgungen
• Begleitung zu Ärzten/ Krankenhaus/ Therapien
• Unterstützung bei behördlichen Terminen/ Formularen
• Spaziergänge/ Begleiten zu kulturellen Veranstaltungen
• Besuche zu Hause oder im Krankenhaus
• Hilfestellung bei handwerklichen Tätigkeit rund ums Haus
• Unterstützung beim Betreuen von Hazstieren
• Mitkochtisch, gemeinsames Kochen zu Hause mit einem Nachbarn

Helfende Nachbarn sind uns herzlich willkommen!

Anfragen persönlich , telefonisch , per E-Mail, oder über die Homepage:

Sozialsprengel Nußdorf- Debant / Annette Huber | Tel.: 04852/64633
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. | www.vonmirzudir.tirol
Hermann Gmeiner-Straße 4 | 9990 Nußdorf-Debant
Bürozeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr

 

 

Vogelfütterung im Winter

Im Winter finden Vögel nicht mehr allzu viel Nahrung in der Landschaft. Durch eine gezielte Fütterung von November bis März kann man Gartenvögeln über den Winter unterstützen. Wichtig dabei ist: Wer einmal mit der Fütterung beginnt, muss unbedingt bis in den Frühling durchhalten. Vögel gewöhnen sich an das regelmäßige Nahrungsangebot. Verschwindet es plötzlich, müssen sie erst neue Nahrungsquellen suchen.

Was sich als Futter eignet

Buchfink, Haussperling, Grünfink und Gimpel sind typische Körnerfresser, die mit ihren kräftigen Schnäbeln Samen leicht aufknacken können. Für sie sind Hanfsamen, Mohn, Lein oder Buchweizen zur Fütterung gut geeignet. Für Weichfresser wie Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig eignen sich Sonnenblumenkerne und Hirse. Aber auch ungeschwefelte Rosinen und frisches Obst, sofern es nicht friert, wird von Weichfressern gerne angenommen.

Gequetschte Haferflocken mit Fett gemischt sind besonders bei Meisen ein beliebtes Winterfutter. Als Fett eignet sich dabei sowohl tierisches als auch pflanzliches Fett. Diese als Meisenknödel bekannte Mischungen sollten bestmöglich ohne Plastiknetz gekauft werden, denn in den Netzen können sich Vögel verheddern und so zur tödlichen Falle werden.

Reine Getreidekörner werden im Winter oft verschmäht, weil sie wenig Energie liefern.

„Wichtig ist auch, mehrere Futterstellen im Garten zu verteilen. Denn nicht jede Vogelart mag den großen Trubel am Futterhaus“, so Matthias Karadar von Natur im Garten. Vögel möchten von der Futterstelle aus auch eine ungehinderte Aussicht, so dass sie Fressfeinde früh genug erkennen können. Aber gleichzeitig eine Hecke, Sträucher oder Bäume in der Nähe. So können sie vor Fressfeinden schnell fliehen.

Sauberkeit ist das oberste Gebot

Verschmutze Futterhäuschen können mehr schaden als nutzen. Futterhäuser müssen wöchentlich gereinigt werden, damit sich keine Krankheiten ausbreiten können. Aus hygienischer Sicht noch besser sind Futtersilos. Im Vergleich zum klassischen Futterhaus können Vögel bei Futtersilos nicht auf das Futter treten und auch nicht ihren Kot darauf verteilen.

Mal etwas stehen lassen

Die günstigste Vogelfütterung liegt in der Gartenpflege und Pflanzenauswahl. Wildobst von Schlehen, Rosen, Berberitzen und Vogelbeeren kann nicht nur von uns Menschen in der Küche verarbeitet werden. Für die Weichfresser sind diese Beeren wertvolles Futter im Winter. Möglichst viele Samenstände von Blumen und Kräutern sollten im Winter ebenfalls stehen bleiben. Körnerfresser wie der Stieglitz holen sich die energiereichen Samen aus den verdorrten Stängeln. Und an diesen Stängeln überwintern auch einige Insekten, die zum eiweißreichen Genusshappen für Vögel im Winter werden.

Ein Rezept für Meisenknödel:

500 g Fett (z.B. Rindertalg)
1 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
500 g Körnermischung aus Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Hanfsamen und Nüssen

Das Fett in einem Topf vorsichtig erwärmen bis es flüssig wird. Das Pflanzenöl und die Körnermischung dazugeben. Die Masse abkühlen lassen. Nach ca. 30-45 Minuten lassen sich Meisenknödel formen. Bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.

Wer keinen Knödelhalter aus Metall hat, kann die Fett-Körner- Masse auch in Tassen oder leere Blumentöpfe füllen und aufhängen. Hier noch einen Zweig als Sitzstange in die Masse stecken.

Mit Unterstützung von Land Tirol.

 

Bildnachweis:
Bild 1: Rotkehlchen an Futtersilo © pixbay.com_hansbenn
Bild 2: Spatz an Meisenknödel© pixabay_Ralphs_Fotos

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